Verbotene Stadt in Peking öffnet weitere Bereiche für die Öffentlichkeit
Nach Skandalen in den vergangenen Jahren bemüht sich die Verbotene Stadt in Peking um die Wiederherstellung seines guten Rufes.
Bislang sind nur 46 Prozent der Verbotenen Stadt, dem Kaiserpalastes der offiziell den Namen “Palastmuseum” hat, für die Öffentlichkeit zugänglich. Mittelfristig sollen 76 Prozent des Museums für die Touristen geöffnet werden. Dies ist ein Teil der Bemühungen, den angeschlagenen Ruf der Verbotenen Stadt zu verbessern, die im vergangenen Jahr in eine Reihe von Skandalen verwickelt worden war.
An normalen Tagen besuchen rund 40.000 Besucher die Verbotene Stadt, die größte Palastanlage der Welt, die im Herzen der Millionenmetropole Peking liegt. An den Nationalfeiertagen steigt die Zahl der täglichen Besucher durchschnittlich auf 80.0000 Besucher an, die sich dann auf der zentralen Achse der Palastanlage drängen. Im vergangenen Jahr wurde mit 14,2 Millionen Besuchern ein neuer Besucherrekord erreicht. Seit 2002 hat sich die Zahl der jährlichen Besucher verdoppelt. Auch zukünftig ist Jahr für Jahr mit wachsenden Besucherzahlen zu rechnen. Für das aktuelle Jahr wird mit einem Zuwachs von rund 10 Prozent, also rund 1,4 Millionen Besuchern, gerechnet.
Um dem Besucherandrang Herr zu werden, sollen nun weitere Bereiche der Verboteten Stadt für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. So verteilen sich die Menschenmassen besser auf dem 720.000 Quadratmetern umfassenden Gelände. Angeblich verfügt die Verbotene Stadt über genau 9.999 Räume. Nur dem Palast im Himmel waren 10.000 Räume erlaubt.
Zahlreiche Souvenirstände mussten weichen und 28 weitere Kassenhäuschen sollen dazu beitragen, die langen Warteschlagen zu vermeiden. Bereits im vergangenen Jahr wurde damit begonnen, die Eintrittskarten auch über das Internet anzubieten. Die Eintrittskarten können bis zu fünf Tage im Voraus online gekauft werden. Mit zusätzlichen barrierefreien Einrichtungen sollen es Rollstuhlfahrer und Eltern mit Kinderwägen in Zukunft einfacher haben.
Die Verbotene Stadt wurde 1987 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. 2007 wurde die Verbotenen Stadt als nationale Sehenswürdigkeit der Volksrepublik China der Klasse AAAAA eingestuft.
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