Das Leben ist alles andere als farblos!
Milliarden-Umsätze mit Millionen Online-Spielern lassen die Hersteller von Online-Games frohlocken.
China hat dreimal mehr Online-Spieler, als es Internetuser in Deutschland gibt. Der Markt für Online-Spiele ist in China geregelt und beschert nahezu nur chinesischen Herstellern Milliarden-Gewinne. Auch wenn die Gefahren der Online-Spielsucht bekannt sind, ist diese für den Staat akzeptabler als Pornografie.
Erst seit 1994 gibt es in China eine vollwertige Internetanbindung. Heute hat China mehr Internet-User als die EU und diese nutzen das Internet extrem. Online-Spiele sind heute in China ein Problem. Viele Eltern verzweifeln über die Online-Spielsucht des eigenen Kindes. Regelrechte “Boot Camps” sollen süchtigen Kindern die Sucht austreiben und onlinesüchtige Eltern haben in der Vergangenheit schon ihre Kinder verkauft um die Sucht zu finanzieren. Chinas Regierung reagierte. Heute sind die politischen Präventivmaßnahmen, die das Suchtpotential, Brutalität und gefährliche Spielinhalte reduzieren weltweit einzigartig und können als chinaspezifisch angesehen werden.
Infolge des weltweit wachsenden Absatzes von Online-Spielen nimmt der wirtschaftliche Stellenwert eine entscheidende Position ein. Chinesische Hersteller konnten die Vormachtstellung koreanischer Hersteller in nur drei Jahren (zwischen 2003 und 2006) brechen. Heute liefert China für die weltweite Spiele-Szene aktuelle Online-Spiele und einen noch wesentlich höheren Anteil für den heimischen Markt. Zwischenzeitlich ist China nach den USA der zweitgrößte Videospielmarkt der Welt und konnte damit sogar Japan auf den dritten Platz verwiesen.
Obwohl die chinesische Regierung eine Vielzahl von Massnahmen ergriffen hat, um Suchtgefahr und die sozialen Begleitumstände zu reduzieren, wuchs der Markt in gigantischen Schritten weiter. Allein in den letzten drei Jahren zwischen 2008 und 2011 hat konnten die Hersteller von Online-Spielen ihre Gesamtumsätze nahezu verdreifachen. Chinas Videospielmarkt wächst schneller als die chinesische Wirtschaft.
Verdeutlichen kann man sich den Markt, wenn man diesen allein für eine chinesische Metropole betrachtet. Statistisch spielen allein in Peking rund 1.792.887 Personen Online Games, die nehezu ausschließlich von chinesischen Herstellern angeboten werden. Diese erzielen damit pro Tag (Zahlen jeweils für nur für Peking, nicht ganz China) einen Umsatz von 281.227 Euro. In diesem Jahr (Stand: 17.01.2012) sind es bereits 4.499.625 Euro und bis Jahresende (2012) wird der Gesamtumsatz 102.647.699 Euro betragen, die regelrecht verzockt wurden. Statistisch gibt jeder Spieler pro Jahr 57,25 Euro für Online-Spiele aus (das durschschnittliche monatliches Nettoeinkommen liegt bei 119,- Euro pro berufstätige Frau und bei 234,- Euro pro berufstätigem Mann).(1)
(1)Quelle: Chinas Bevölkerung
(2)Foto/Grafik: Snail Game, Ministry of War – A true Civilization Story (帝国文明)
Das Leben ist alles andere als farblos!
Life is anything but colorless!
生活一点也不平淡!
Gleichgültig ob positiv oder negativ. Das Leben ist bei genauerer Betrachtung nicht nur schwarz/weiß, sondern in zahlreichen Farben schattiert. Dieser Blog berichtet von meinen Streifzügen durchs Leben.