Die Bild-Zeitung-Lüge zur Blockadenacht im Stuttgarter Schlossgarten
Bild-Zeitung und Polizei verbreiten bewusst diskreditierende Falschmeldung über die Blockadeaktion in der Nacht zum 20.09.2010.
Wenn die Bildzeitung „allein“ wieder einmal über eine Protestaktion mit Halb- oder Unwahrheiten berichtet hätte, hätte sich sicherlich niemand gewundert. Die Bild-Zeitung berichtet wie die lokalen Stuttgarter Zeitungen „im Sinne“ der Stadt und dem Land Baden-Württemberg.
Bei heutigen Bericht der Bild-Zeitung „Polizei warnt: Sturz-Gefahr für Radler durch S21-Barrikaden“ zitiert die Bild-Zeitung jedoch auch den Pressesprecher der Polizei Stefan Keilbach.
Zitat: „Es ist unverantwortlich, unbeteiligte in Lebensgefahr zu Bringen.” Ein Sturz über ein solches Hindernis könne tödlich enden.“
Zu KEINER ZEIT wurden unbeteiligte in Lebensgefahr gebracht. Es gab keine „lebensgefährliche Falle für Radfahrer“, da die Blockade von der Seite „Schillerstraße“ durch ein Absperrgitter und einen Pylonen gesichert war. Übersehen hätte die Absperrung maximal ein blinder Radfahrer. Von der Parkseite aus war die Blockade hell beleuchtet, was auch ein Foto beweist, welches OHNE BLITZLICHT aufgenommen wurde.
Eine Rückfrage beim Pressesprecher der Polizei, ob das von der Bild-Zeitung veröffentlichte Zitat auch wirklich von Herrn Stefan Keilbach getätigt wurde, ist bislang unbeantwortet. Sollte Herr Stefan Keilbach sich jedoch wirklich wortwörtlich so geäussert haben, muss Strafanzeige erstattet werden. Es ist unverantwortlich von Seiten der Polizei, Tatsachen zu verdrehen. Gerade ein Pressesprecher sollte sich seiner Verantwortung bewusst sein, zumal wenn derartige Aussagen der Bild-Zeitung gegenüber geäussert werden.
Text der Bild-Zeitung in dem oben genannten Artikel (Auszug):
Polizei warnt
Sturz-Gefahr für Radler durch S21-Barrikaden
Von Markus Piechotta
Stuttgart - Wir sehen die hässliche Seite eines ansonsten friedlichen Protestes gegen Stuttgart 21. Morgens gegen 1 Uhr schleppen, Demonstranten einen rund 800 Kilo schweren Holzbalken auf die Zufahrt zum Landes-Pavillon im Schlossgarten. Eine lebensgefährliche Falle für Radfahrer, die nachts unterwegs sind, sagt die Polizei.
Sprecher Stefan Keilbach (48): “Es ist unverantwortlich, unbeteiligte in Lebensgefahr zu Bringen.” Ein Sturz über ein solches Hindernis könne tödlich enden.”
Parkschützer Matthias Herrmann (37) verteidigt die Aktion: „Wir wollten den Weg blockieren, damit die Polizeifahrzeuge nicht in den Park kommen.” Radfahrer seien angeblich nicht gefährdet gewesen, weil der Balken weithin sichtbar war.
Auch die Straßenblockaden während der Demonstrationen sind nach Behördenmeinung gefährlich. Der Polizeisprecher: „Rettungsfahrzeuge hätten im Notfall keine freie Bahn.”
… (Rest kann online nachgelesen werden, hat aber nichts mit den Vorwürfen zur Blockade zu tun)
[U P D A T E]
Link zur Online-Ausgabe der Bild: Sturz-Gefahr für Radler durch S21-Barrikaden
[U P D A T E Sonntag 26.09.2010] Am Donnerstag haben wir den Sprecher der Polizei Stefan Keilbach persönlich am Rande der Demonstration der S21 Befürworter getroffen und gesprochen. Herr Stefan Keilbach bestätigte das Zitat gegenüber der Bildzeitung gegeben zu haben. Er machte zusätzlich darauf aufmerksam, dass er die Blockade selbst nicht gesehen hatte …
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